Macht einen auf dünne Hose: die Skinny Jeans für Herren. Dabei beherrscht sie die Jeansmode seit geraumer Zeit wie keine andere.

Wenn es darum geht, die Skinny-Jeans-Manie nur einer Person zuzuschreiben, wird Hedi Slimane genannt. Und zwar noch im selben Atemzug, so sehr ist sein Name mit dem hautengen Schnitt verbandelt. Für Dior Homme trat der Designer um die Jahrtausendwende eine regelrechte Obsession für die erschlankte Silhouette los. Dabei sind junge Indierock-Bands auch nicht ganz unschuldig am Hype: Mit der Skinny besonnen sie sich auf den Punkrock-Look der 1970er Jahre à la Ramones und Co. Und obwohl die Röhrenjeans heute ungeniert als Mainstream durchgeht, umweht sie immer noch der Geist jugendlicher Rebellion.

Hautnah am Style der Rocklegenden: Skinny Jeans für Herren

Der Skinny-Jeans-Look wird in seiner Rohform wohl am vehementesten in Großbritannien praktiziert. Russel Brand etwa trägt sie wie eine zweite Haut. In einer solchen Spray-On Jeans mit hohem Stretch-Anteil bleibt nicht mal eine Gänsehaut verborgen. Note to self: nur was für Figur- und Selbstbewusste! Für Normalos ist die Standard-Skinny immer noch Wagnis genug. Der durchgehend enge Schnitt setzt eben ein modisches Statement. Kein Geheimnis: Großen, schlanken Männern steht sie am besten, besonders Modelle mit Distressed-Effekten und auffälligen Waschungen.

"I want to wear skinny jeans when I’m in my 70s. Why not? Who cares?" - schottischer Schauspieler Ewan McGregor im Interview mit The Guardian

Auch wenn Magazine zaghaft das Ende der Skinny Jeans prophezeien - wir schließen uns Ewan McGregor an und tragen sie einfach weiter. Dazu ist sie uns einfach zu sehr ans Herz, äh, an die Beine gewachsen. Grobstrick, Leder und Tweed bringen Textur und damit Ausgleich in die Silhouette. Leichte Oversize-Oberteile und Layering mit Jacken sind ebenfalls gefragt. Meist etwas länger, schoppt sich die Skinny leicht über dem Schuh. Das Stichwort für Sneakers!

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